Oft reicht ein Wort oder eine Geste, um gleich am Anfang alles zu zerstören. Vor allem wenn man international Geschäfte macht. Hier fünf konkrete Vorschläge und alles wird gut:
In den 70ern kam Isa Al mit seinen Eltern aus der Türkei nach Deutschland. Damals war er elf Jahre alt. Heute ist er deutscher Pressesprecher von Turkish Airlines, dem drittgrößten Flugunternehmen Europas. Mehrmals pro Woche sitzt er in einer Maschine zwischen Köln und Istanbul. Seine Koffer platzen jedes Mal vor lauter Mitbringseln: Für die Nachbarn in Duisburg und für seine Kinderhilfsorganisation in der Türkei.
Ein Dauerthema des Jahres 2010 ist Integration. Nach dem umstrittenen Buch von Thilo Sarrazin behauptete auch Kanzlerin Merkel, Multikulti sei gescheitert. Aber warum? Wo liegen die Schwierigkeiten und was sind die richtigen Lösungsansätze?
Unser Experte: Klaus Schlösser
Eigentlich ist der Wirtschafts- wissenschaftler und Journalist seit 2002 in Pension, aber das Thema Integration lässt ihm einfach keine Ruhe. Dank seiner beruflichen Erfahrungen fand er schnell einen geeigneten Weg etwas zur Diskussion über Migration und Integration beizutragen. 2004 gründete er zusammen mit der For Mat Medienagentur die Integrations- zeitschrift Clavis, die wissenschaftliche und menschliche Perspektiven auf die Thematik wirft.
Alle reden über Integration, aber was bedeutet dieser Begriff eigentlich? [click to continue…]
Migrant, Ausländer, Bad Honnefer? Ist eine Zuordnung wichtig, überhaupt möglich? Fühle ich mich als Europäer oder bin ich Rheinländer? Wir haben da mal was vorbereitet: [click to continue…]
Schwarzafrika oder Subsahara? Oft ist es schon ein einzelnes Wort, das verletzen kann: Selbst wenn man es nur aus Unwissenheit verwendet. Durch Medien verbreitet sich Sprache am rasantesten. Und sie ist es vor allem, die Diskriminierung erzeugt, verstärkt, oder auch abbaut. Der ehemalige “Elle”-Redakteur Philippe Potentini arbeitet für die Europarat-Kampagne „Speak out against discrimination“.
Die Länder auf der arabischen Halbinsel sind für viele Europäer fremd und exotisch, wie ein Märchen aus 1000 und einer Nacht. Bräuche und Gepflogenheiten beinhalten zahlreiche Fallstricke. Kennt ein Geschäftsmann die landestypischen Sitten nicht, kann ihm das den Weg in den Markt versperren. Damit es zu erfolgreichen Geschäftsbeziehungen kommen kann, ist ein Vermittler nötig. Ein Vermittler in die arabische Welt ist Jürgen Holz. Der Volljurist pflegt seit Jahrzehnten gute Beziehungen zu den arabischen Herrscherhäusern. Als Mitglied der GHORFA (Deutsch-Arabische Industrie- und Handelskammer) und mit seiner eigenen Beratungsgesellschaft (Dr. jur. Holz GmbH) vermittelt er Geschäftskontakte in den Orient. Für erfolgreiche Geschäftsbeziehungen ist es unerlässlich die arabische Mentalität zu kennen:
Deutschland braucht dringend Zuwanderung. Auch in Zukunft. Denn schon jetzt herrscht auf dem Arbeitsmarkt ein Mangel an qualifizierten Arbeitskräften. Das geht aus dem Migrationsausblick 2010 der OECD hervor. Doch die Prognosen sind laut Thomas Liebig, Migrationsexperte bei der OECD, nicht wirklich rosig: Denn weder für Computerspezialisten noch für ausländische Studierende ist Deutschland wahnsinnig attraktiv. Im Wettbewerb um die klugen Köpfe haben meist andere Länder die Nase vorn.
Woanders leben, woanders arbeiten: Klingt einfach - ist es aber oft nicht! Lernen Sie Menschen kennen, die sich wirklich auskennen. Wie wär’s mit einem Blick über den Tellerrand? Bon voyage!
"Migration und Arbeitsmarkt" multilingual? Hören Sie rein!